Gratifikationsrechner Peru
Die Gratifikation kommt nie allein: Gesetz 30334 zwingt den Arbeitgeber, dauerhaft 9 % obendrauf zu zahlen
Referenztabelle
| Monatsgehalt | Gesamtbetrag für Sie | Gratifikation | Sonderbonus |
|---|---|---|---|
| 100 | 109 | 100 | 9 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 200 | 218 | 200 | 18 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 250 | 272,5 | 250 | 22,5 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 500 | 545 | 500 | 45 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 750 | 817,5 | 750 | 67,5 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 1.000 | 1.090 | 1.000 | 90 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 1.250 | 1.362,5 | 1.250 | 112,5 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 1.500 | 1.635 | 1.500 | 135 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 2.000 | 2.180 | 2.000 | 180 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 2.500 | 2.725 | 2.500 | 225 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 3.000 | 3.270 | 3.000 | 270 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 4.000 | 4.360 | 4.000 | 360 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 5.000 | 5.450 | 5.000 | 450 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 7.500 | 8.175 | 7.500 | 675 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
| 10.000 | 10.900 | 10.000 | 900 — 9% EsSalud (Bonus nach Gesetz 30334) |
📅 Wann gezahlt wird
- Halbjahr Januar bis JuniNationalfeiertag, spätestens am 15. Juli
- Halbjahr Juli bis DezemberWeihnachten, spätestens am 15. Dezember
- Bei Austritt vor HalbjahresendeAnteilige Gratifikation, mit der Endabrechnung
- Wenn die Firma die Frist reißtEin Arbeitsverstoß; die SUNAFIL kann sie belangen
Was fast niemand mitrechnet
- Der Sonderbonus beträgt 9 % für Versicherte bei EsSalud und 6,75 % für Versicherte bei einer EPS. Auf 2.500 Soles sind das 225 Soles mehr, zweimal im Jahr, und seit 2015 ist er dauerhaft: er läuft nicht aus.
- Von der Gratifikation gehen weder AFP noch ONP noch EsSalud ab, sehr wohl aber die Einkommensteuer der fünften Kategorie. „Ohne Abzüge“ heißt nicht „steuerfrei“, und genau da geht die Lohnabrechnung nicht mehr auf.
- Es zählen nur volle Monate. Wer am 20. Januar angefangen hat, bekommt im Juli fünf Monate, nicht fünf und ein bisschen: einzelne Tage verfallen hier, obwohl die CTS sie gesondert vergütet.
- Die Familienzulage gehört in die Grundlage: 113 Soles, 10 % eines Mindestlohns von 1.130. Der 9-%-Bonus dagegen ist kein Entgeltbestandteil und zählt nicht für die CTS.
Die 9 %, die die Firma spart und Ihnen aushändigen muss
Ein Sechstel Gehalt pro vollem Monat
Was Sie im Blick behalten sollten
- Die Gratifikation unterliegt der Einkommensteuer der fünften Kategorie. Dass keine AFP-, ONP- oder EsSalud-Abzüge anfallen, heißt nicht, dass sie ungeschmälert ankommt: über 7 UIT Jahreseinkommen wird einbehalten. Hier sehen Sie den Bruttobetrag.
- Ein halb gearbeiteter Monat ist null wert. Eine Vergütung nach Tagen wie bei der CTS gibt es nicht: 29 im Januar gearbeitete Tage bringen für die Juli-Gratifikation nichts.
- Das Kleinstunternehmensregime zahlt gar keine Gratifikation, das Kleinunternehmensregime die Hälfte: ein halbes Gehalt pro Halbjahr statt eines ganzen.
- Wer sie bekommen will, muss am letzten Tag des Halbjahres angemeldet sein. Wer früher geht, erhält eine anteilige Gratifikation für die bereits vollen Monate, innerhalb der Endabrechnung.
- Der 9-%-Bonus ist kein Entgelt. Er zahlt in nichts ein, zählt nicht für die CTS und geht nicht in die Grundlage der Abfindung ein.
- Der Monat wird von Datum zu Datum gezählt und ist die kleinste Einheit. Unter einem vollen gearbeiteten Monat gibt es nichts zu berechnen.
Wo dieser Rechner aufhört
- Er mittelt keine variablen Bezüge für Sie. Wer regelmäßig Provisionen oder Überstunden bekommt, bildet den Halbjahresdurchschnitt und trägt diesen Wert als Gehalt ein.
- Er behält keine Steuer der fünften Kategorie ein: Der angezeigte Gesamtbetrag ist brutto, auf der Abrechnung kann weniger stehen, wenn Ihr Einkommen einen Einbehalt auslöst.
- Er deckt weder das Agrarregime noch das Bauregime noch die Regime für Klein- und Kleinstunternehmen ab, die eigene Gratifikationsregeln haben.
- Er teilt keinen Monat auf. Das Minimum ist der volle Monat, weil die Norm es so will, nicht als Vereinfachung der Rechnung.
- Er zieht weder Vorschüsse noch Firmendarlehen noch laufende Pfändungen ab.
- Maßgeblich ist die Abrechnung Ihres Arbeitgebers. Das hier dient dazu, zu erkennen, ob die überwiesene Zahl plausibel ist — und sie mit fertiger Rechnung zu hinterfragen.
Gelöste Beispiele
Mit 9 % und mit 6,75 %
S/ 2.500 Gehalt, volles Halbjahr, bei EsSalud
- Pro Monat = 2.500 / 6 = 416,67
- Gratifikation = 416,67 × 6 Monate = 2.500
- Bonus = 2.500 × 9 % = 225
S/ 2.725. Wer nur das Gehalt rechnet, lässt 225 Soles liegen — und weitere 225 im Dezember
S/ 3.000, Eintritt am 20. Januar, bei einer EPS versichert
- Volle Monate = 5 (Februar bis Juni; der Januar blieb halb)
- Gratifikation = (3.000 / 6) × 5 = 2.500
- Bonus = 2.500 × 6,75 % = 168,75
S/ 2.668,75. Bei EsSalud ergäbe derselbe Fall S/ 2.725: die EPS senkt den Bonus, nicht die Gratifikation
Häufig Gestellte Fragen
Warum bekomme ich mehr als ein Monatsgehalt als Gratifikation?
Wegen des Sonderbonus aus Gesetz 30334. Auf die Gratifikation kommen 9 % obendrauf, wenn Sie bei EsSalud versichert sind, oder 6,75 % bei einer privaten EPS. Dieser Satz ist der Krankenversicherungsbeitrag, den die Firma seit 2015 nicht mehr zahlt und den sie Ihnen laut Gesetz aushändigen muss. Bei 2.500 Soles Gehalt sind das 225 Soles mehr, im Juli und noch einmal im Dezember.
Hat die Gratifikation Abzüge?
Keine AFP, keine ONP, kein EsSalud-Beitrag: Gesetz 30334 hat sie dauerhaft befreit. Sie unterliegt aber der Einkommensteuer der fünften Kategorie, und das ist der meistwiederholte Irrtum. „Ohne Abzüge“ und „steuerfrei“ sind nicht dasselbe: Über 7 UIT Jahreseinkommen erscheint ein Einbehalt auf der Abrechnung. Der 9-%-Bonus dagegen zahlt in wirklich gar nichts ein.
Wann muss sie gezahlt werden?
Die zum Nationalfeiertag spätestens am 15. Juli, die zu Weihnachten spätestens am 15. Dezember. Das sind Fristen, keine festen Termine: Früher geht immer. Reißt die Firma sie, begeht sie einen Arbeitsverstoß, die SUNAFIL kann sie belangen, und sie schuldet Ihnen die Verzugszinsen.
Was gilt, wenn ich mitten im Halbjahr angefangen habe?
Sie bekommen den anteiligen Betrag, gezählt in vollen Monaten. Wer am 20. Januar angefangen hat, erhält im Juli fünf Sechstel seiner Berechnungsgrundlage, nicht fünf Monate und elf Tage. Einzelne Tage werden hier nicht bezahlt, und genau darin unterscheidet sich die CTS: dort werden sie gesondert in Dreihundertsechzigsteln vergütet. Zwei Ansprüche, die fast gleichzeitig fällig werden, nach zwei verschiedenen Regeln — daher die Verwechslung.
Was ist die anteilige Gratifikation?
Sie steht Ihnen zu, wenn Sie die Firma vor Ablauf des Halbjahres verlassen. Gerechnet wird genauso, über die vollen Monate, die Sie geschafft haben, gezahlt wird aber innerhalb der Endabrechnung und nicht im Juli oder Dezember. Sie trägt ihren Bonus von 9 % oder 6,75 % wie jede andere, und das lohnt sich zu prüfen: Hier wird er am häufigsten vergessen.
Zählt der 9-%-Bonus für die CTS?
Nein. Er ist kein Entgeltbestandteil: Er zählt nicht für die CTS, zahlt in keine Sozialversicherung ein und gehört nicht zur Grundlage der Abfindung. Was in die CTS-Grundlage eingeht, ist ein Sechstel der Gratifikation selbst — der Gratifikation, nicht ihres Bonus. Wer beides verwechselt, rechnet die CTS über das hinaus hoch, was ihm zusteht.
Quellen
- Congreso de la Republica del Peru. (2015). Ley 30334 — bonificacion extraordinaria e inafectacion de las gratificaciones, con caracter permanente. LP Derecho
- Congreso de la Republica del Peru. (2002). Ley 27735 y D.S. 005-2002-TR — gratificaciones por Fiestas Patrias y Navidad. Ministerio de Trabajo y Promocion del Empleo
- SUNAT. (2026). Impuesto a la renta de quinta categoria — calculo de la retencion. gob.pe