Zinsrechner
Berechnen Sie, wie Ihr Geld mit Zinseszins und regelmäßigen Einzahlungen wächst, und sehen Sie Jahr-für-Jahr-Prognosen.
Was ist Zinseszins?
Wie Zinseszins berechnet wird
Häufig Gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zinseszins und einfachen Zinsen?
Einfache Zinsen werden nur auf den ursprünglichen Kapitalbetrag berechnet. Zinseszins wird auf das Kapital plus alle zuvor verdienten Zinsen berechnet. Über die Zeit erwirtschaftet Zinseszins deutlich mehr, weil Sie Zinsen auf Ihre Zinsen verdienen. Beispiel: 10.000€ bei 5% einfachen Zinsen verdienen jedes Jahr 500€. Mit Zinseszins verdienen Sie im ersten Jahr 500€, dann 525€ im zweiten Jahr (5% von 10.500€), und der Betrag wächst weiter.
Wie beeinflusst die Zinseszinshäufigkeit meine Renditen?
Häufigere Kapitalisierung erzeugt etwas höhere Renditen. Tägliche Kapitalisierung bei 5% ergibt einen effektiven Jahreszins von 5,127%, während jährliche Kapitalisierung bei genau 5% bleibt. Der Unterschied ist bei höheren Zinssätzen und über längere Zeiträume am deutlichsten. Jedoch ist die Lücke zwischen täglicher und monatlicher Kapitalisierung ziemlich klein — etwa 0,01% Unterschied bei typischen Sparzinsen.
Was ist der Effektivzins und wie unterscheidet er sich vom Nominalzins?
Der Nominalzins ist der angegebene jährliche Zinssatz ohne Berücksichtigung der Kapitalisierung. Der Effektivzins ist der tatsächliche Jahreszins, der die Auswirkung der Kapitalisierung einschließt. Ein 5% Nominalzins mit monatlicher Kapitalisierung erzeugt 5,116% Effektivzins. Banken bewerben Effektivzinsen bei Sparkonten (höhere Zahl sieht besser aus) und Nominalzinsen bei Krediten (niedrigere Zahl sieht besser aus). Vergleichen Sie immer Effektivzins mit Effektivzins für einen genauen Vergleich.
Sollte ich zu Beginn oder Ende der Periode einzahlen?
Einzahlungen zu Beginn jeder Periode (vorschüssige Rente) bringen mehr als Einzahlungen am Ende (nachschüssige Rente), weil jede Einzahlung eine zusätzliche Zinsperiode hat. Der Unterschied ist typischerweise klein für kurze Zeiträume, kann sich aber über Jahrzehnte summieren. Für eine 500€/Monat-Einzahlung bei 7% über 30 Jahre bringen Einzahlungen zu Periodenbeginn etwa 25.000€ mehr als am Periodenende.
Wie funktioniert die 72er-Regel?
Die 72er-Regel ist ein schneller Weg, um abzuschätzen, wie lange es dauert, Ihr Geld zu verdoppeln. Teilen Sie 72 durch den jährlichen Zinssatz: Bei 6% verdoppelt sich Ihr Geld in etwa 12 Jahren (72 ÷ 6 = 12). Bei 8% dauert es etwa 9 Jahre. Bei 3% etwa 24 Jahre. Diese Regel ist am genauesten für Zinssätze zwischen 6-10% und setzt Zinseszins ohne zusätzliche Einzahlungen voraus.
Wie beeinflussen Steuern das Zinseszinswachstum?
Steuern auf Zinseinkommen reduzieren Ihre effektive Rendite. Wenn Sie 5% Zinsen verdienen und 25% Steuern zahlen, ist Ihre Rendite nach Steuern 3,75%. Diese Auswirkung verstärkt sich über die Zeit — über 20 Jahre kann der Unterschied zwischen Renditen vor und nach Steuern erheblich sein. Steuerbegünstigte Konten wie Riester-Renten, Rürup-Renten und betriebliche Altersvorsorge lassen Zinsen steuerfrei oder steueraufgeschoben kapitalisieren, was das langfristige Wachstum erheblich steigert.