Skip to main content

CIDR Rechner

Was ist CIDR?

Classless Inter-Domain Routing (CIDR) ist ein IP-Adressierungsschema, das das alte klassenbasierte System (Klasse A, B, C) 1993 ersetzte. CIDR verwendet ein Präfix variabler Länge zur Definition von Netzwerkgrenzen, geschrieben als Schrägstrich gefolgt von der Anzahl der Netzwerkbits — zum Beispiel 10.0.0.0/16. Diese Flexibilität ermöglicht es ISPs und Organisationen, genau den benötigten IP-Adressraum zuzuteilen, anstatt auf feste Klassengrößen beschränkt zu sein. CIDR ermöglicht auch Route-Aggregation (Supernetting), bei der mehrere zusammenhängende Netzwerke als eine einzige Route beworben werden, was die Größe der Internet-Routing-Tabellen drastisch reduziert. Ohne CIDR wäre die globale Routing-Tabelle um Größenordnungen größer und die IPv4-Erschöpfung wäre viel früher eingetreten.

CIDR-Notation erklärt

Ein CIDR-Block wie 192.168.0.0/22 bedeutet, dass die ersten 22 Bits das Netzwerkpräfix sind und die verbleibenden 10 Bits für Host-Adressen verwendet werden. Die Gesamtanzahl der Adressen ist immer 2^(32 − Präfix). Also ergibt /22 2^10 = 1.024 Adressen (1.022 nutzbare). Die entsprechende Subnetzmaske wird gefunden, indem die ersten 22 Bits auf 1 gesetzt werden: 11111111.11111111.11111100.00000000 = 255.255.252.0. Die Wildcard-Maske (in ACLs und Firewall-Regeln verwendet) ist die bitweise Umkehrung: 0.0.3.255. Jeder CIDR-Block hat eine Netzwerkadresse (alle Host-Bits null) und eine Broadcast-Adresse (alle Host-Bits eins). Nutzbare IPs liegen zwischen diesen beiden, außer für /31 (RFC 3021 Punkt-zu-Punkt) und /32 (einzelne Host-Route).